Lebensbedingungen in Haiti
Haiti, einst als die Perle der Antillen bekannt ist heute eines der ärmsten Länder der Erde. In großen Teilen des Landes sind nackter Fels, Steine und verbrannter Boden an die Stelle von Urwäldern und fruchtbarer Erde getreten. Das Erdbeben im Januar 2010 hat die ohnehin schlechten Lebensbedingungen noch verschärft und die Spendengelder kommen in den ländlichen Regionen meist nicht an, sondern konzentrieren sich auf die Hauptstadt.

Haiti ist ein Land voller Gegensätze. Die Kluft zwischen Arm und Reich – vor allem in der ländlichen Region – ist immens. Viele Menschen leben mit weniger als 1 Euro am Tag.
Die Bauern sind Subsistenzbauern, d. h. sie produzieren nur für den eigenen Gebrauch, sie leben von der Hand in den Mund. Deshalb fehlt ihnen das nötige Geld für die Modernisierung veralteter Anbaumethoden. Erosion, niedrige Erträge und unsichere Besitzverhältnisse hemmen die Entwicklung im ländlichen Raum zusätzlich.

Um überhaupt über die Runden zu kommen, leben die Menschen in Großfamilien, jedes Mitglied muss zum Familieneinkommen beitragen. Daher gehen viele Kinder nicht in die Schule. Zudem fehlt das Geld für die Schulgebühren. 60 % der Menschen sind Analphabeten.
Mit einer Lebenserwartung von durchschnittlich 55 Jahren ist Haiti Schlusslicht in der westlichen Hemisphäre. Ursachen hierfür sind Unter- und Mangelernährung, unzureichende sanitären Einrichtungen und kein Zugang zu sauberem Trinkwasser.



Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.